Verhaltensempfehlungen
Ich möchte .........

Fragen

 

  die 5 Gebote:

  • sich freuen
  • erzählen
  • helfen
  • loben
  • fragen

 

 

Die Weichen werden zu Beginn gestellt!!

 

Klarheit

Klarheit

Klarheit

 

Sie haben keinen Gast, sondern ein neues Familienmitglied!!!

Alle Schüler haben einen von uns zusammen mit den Schülern gedrehten Film gesehen, in dem wir versuchen, die zwangsläufig auftretenden Probleme darzustellen. Manchmal empfiehlt es sich, den Film nochmals gemeinsam anzusehen und darüber zu diskutieren.

  1. Sagen Sie, wie Sie angesprochen werden möchten!
  2. Sagen Sie Ihrem neuen Familienmitglied „klipp und klar“, welches Verhalten Sie sich zu Hause wünschen, z.B. wie lange Sie duschen, ausgehen, fernsehen usw. gestatten, welche Tischsitten Sie sich wünschen — gleich am zweiten Tag! Setzen Sie nicht auf: „Er wird es schon merken“. Benennen Sie auch „vermeintliche Selbstverständlichkeiten“. ORDNEN Sie an!
  3. Versuchen Sie bitte in den ersten Wochen den Kontakt der russischen Schüler untereinander auf Sparflamme zu halten, damit die Notwendigkeit, sich aktiv auf die neue Situation einzulassen, spürbar wird.
  4. Übertragen Sie ihm unbedingt Aufgaben, z.B. Rasen mähen, Flaschen wegbringen —das stärkt seinen Selbstwert, baut „dummen Stolz“ ab und gibt ihm das Gefühl, nicht nur zu nehmen, sondern Ihnen auch etwas zu geben (zu Hause macht alles Babuschka).
  5. Legen Sie einmal in der Woche eine Kummersprechstunde fest. Bitte die Sprechstunde einhalten, auch wenn vermeintlich nichts anliegt.
  6. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Kind mit dem neuen Familienmitglied Freundschaft schließt, oder dass Ihr Gastkind von Ihrer Küche begeistert ist. Häufig müssen die leiblichen Kinder mit Rivalität und Eifersucht kämpfen, entdecken wieder den Eigentumsbegriff
  7. Denken Sie daran, Ihr neues Familienmitglied hat so viel Neues zu verarbeiten, dass es sich innerlich erschöpft zurückziehen muss, und daher nicht immer Ihren Vorstellungen von Aktivität und Neugier entsprechen kann. Lassen Sie es sich zurückziehen, aber achten Sie drauf, dass es seine Pflichten erfüllt.
  8. Akzeptieren Sie keine Ja- oder Nein-Antworten, sondern bestehen Sie auf Subjekt, Prädikat, Objekt! Um unangenehmes Schweigen nicht allzu oft aufkommen zu lassen, empfehlen wir z.B. bei Autofahrten: “Du hast jetzt die einmalige Chance, mir 15 Minuten zu erzählen, was du in den letzten Tagen erlebt hast und ich höre nur zu.“ Oft denken die Schüler, dass es unhöflich sei, beim Essen zu sprechen und halten sich daher zurück. Klären Sie sie auf— am besten mehrfach.
  9. Wenn Sie mit dem Schüler Schwierigkeiten haben, bitte zögern Sie nicht, nehmen Sie schnell mit uns Kontakt auf, wir schaffen durch Klarheit Abhilfe.
  10. Bitte fragen Sie den Schüler, wie viel Geld er mit hat!! Keine Ausflüchte akzeptieren. Sie werden ihr finanzielles Engagement von der Summe abhängig machen.
  11. Nehmen Sie dem Schüler sein Handy weg! Ohne Handy ist die Integration schmerzfreier. Beschränken Sie die Internetbenutzung auf 2 X die Woche eine halbe Stunde.
  12. Fragen Sie nur, ob er das oder das jenes möchte, sondern ordnen Sie an, auch wenn es schwer fällt.

Allein die Liebe versetzt Berge und der Glaube an die eigene Kraft!

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Gastschüler in Deutschland e.V.
Südendstrasse 3
12169 Berlin
Tel. u. Fax 030 / 791 6612

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zuletzt geändert am: 04.10.2011